Wissen & Information

Was ist Rehasport?

Rehasport ist eine anerkannte Rehabilitationsmaßnahme — ärztlich verordnet, von der Krankenkasse finanziert und wissenschaftlich wirksam.

Rehasport nach § 44 SGB IX

Rehabilitationssport (kurz: Rehasport) ist eine anerkannte Leistung der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung. Er hat das Ziel, durch regelmäßige sportliche Aktivität körperliche Beeinträchtigungen zu mildern, die Selbstständigkeit zu erhalten und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Im Gegensatz zu allgemeinem Sport verfolgt Rehasport einen therapeutischen Ansatz: Die Übungen werden individuell an den Gesundheitszustand des Teilnehmers angepasst und von zertifizierten Übungsleitern geleitet.

Die Rechtsgrundlage ist § 44 SGB IX (Sozialgesetzbuch IX), der ergänzende Leistungen zur Rehabilitation regelt. Bundesweit wird Rehasport nach der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining durchgeführt.

  • Gesetzliche Grundlage: § 44 SGB IX
  • Von allen gesetzlichen Krankenkassen anerkannt
  • Mit ärztlicher Verordnung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten
  • Durchführung durch zertifizierte Übungsleiter

Was Rehasport bewirkt

Regelmäßiger Rehasport hat nachweislich positive Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität — besonders bei älteren Menschen.

Erhalt der Mobilität

Regelmäßige Bewegungsübungen erhalten die Gelenkbeweglichkeit und Muskelkraft — und verlangsamen den altersbedingten Abbau spürbar.

Sturzprävention

Koordinations- und Gleichgewichtsübungen reduzieren das Sturzrisiko signifikant — ein wichtiger Schutzfaktor für Pflegeheimbewohner.

Psychisches Wohlbefinden

Bewegung hebt die Stimmung, fördert soziale Kontakte in der Gruppe und wirkt nachweislich positiv bei Depressionen und Isolation.

Chronische Erkrankungen

Bei Erkrankungen wie Arthrose, Herzinsuffizienz, COPD oder Diabetes kann Rehasport gezielt die Symptome lindern und Folgeschäden reduzieren.

Soziale Teilhabe

Die gemeinsamen Kurse schaffen Gemeinschaft, fördern Kontakte zwischen Bewohnern und wirken Vereinsamung effektiv entgegen.

Selbstständigkeit erhalten

Durch den Erhalt von Kraft und Koordination können Bewohner alltägliche Aufgaben länger selbstständig ausführen — ein Gewinn für alle.

Wer kann Rehasport machen?

Grundsätzlich können alle Versicherten der gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung Rehasport erhalten, bei denen eine entsprechende ärztliche Indikation vorliegt.

Für Bewohner von Pflegeeinrichtungen ist Rehasport besonders wertvoll, da die Maßnahmen direkt vor Ort stattfinden können. Eine eingeschränkte Mobilität ist kein Ausschlussgrund — im Gegenteil: Sie ist häufig der Hauptgrund für die Verordnung.

Typische Indikationen für Rehasport

Herzerkrankungen, Orthopädische Erkrankungen (Arthrose, Rückenschmerzen), neurologische Erkrankungen (z.B. Schlaganfall-Nachsorge), COPD, Diabetes mellitus, Osteoporose und weitere chronische Erkrankungen.

Ältere Frau beim Rehasport mit Physiotherapeutin — sitzende Übungen mit Theraband
Wichtiger Hinweis

Rehasport ist nicht mit allgemeinem Präventionssport gleichzusetzen. Er erfordert eine ärztliche Verordnung und wird von zertifizierten Übungsleitern geleitet. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, um zu prüfen, ob eine Verordnung für Sie oder Ihre Bewohner in Frage kommt.

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Häufige Fragen zum Rehasport

Nein. Physiotherapie ist eine gezielte Einzelbehandlung durch einen Therapeuten und zielt auf die Behandlung konkreter Beschwerden ab. Rehasport findet in der Gruppe statt und hat einen präventiv-rehabilitativen Charakter: Er soll die Folgen von Erkrankungen dauerhaft mildern und die Selbstständigkeit langfristig erhalten. Beide Leistungen ergänzen sich und können gleichzeitig verordnet werden.
Mit ärztlicher Verordnung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Rehasport-Einheiten. Wie viele Einheiten genehmigt werden, richtet sich nach der ärztlichen Verordnung. Sprechen Sie uns an — wir klären die Details gerne mit Ihnen.
Rehasport bei der Deutschen Rehasport Gesellschaft ist für Bewohner vollständig kostenfrei. Es entstehen keine Zuzahlungen und keine sonstigen Eigenanteile — weder für die Bewohner noch für die Einrichtung.
Rehasport umfasst Übungen zur Kräftigung, Koordination, Dehnung und Ausdauer — angepasst an die jeweilige Indikation und das körperliche Leistungsvermögen der Teilnehmer. In Pflegeeinrichtungen kommen vor allem sitzende und stehende Übungen zum Einsatz, die auch mit Hilfsmitteln durchgeführt werden können.
Ja, absolut. Insbesondere für Bewohner mit eingeschränkter Mobilität oder erhöhtem Sturzrisiko werden Übungen im Sitzen oder mit Stütze durchgeführt. Unsere Übungsleiter sind erfahren in der Arbeit mit Senioren und passen jede Stunde individuell an die Teilnehmer an.

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